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Unternehmenskultur

Unternehmenskultur: Kooperation ist der Schlüssel

Liebe Leserin, lieber Leser!

Was war das Beste, das Sie in Ihrem Unternehmen im vergangenen Jahr erlebt haben?“ Vielleicht ein bestimmter Erfolg, den Sie gefeiert haben, ein neuer Mitarbeiter, die neue Kollegin, das Sommerfest, die Eröffnung des neuen Bürogebäudes..?

Klar ist: Die Freude an der Arbeit steht nicht nur mit Kennzahlen, sondern auch und zum großen Teil mit sozialen Beziehungen in Zusammenhang. Kultur ist mehr als Yoga auf der Dachterrasse, ein Betriebsausflug, ein Seminar oder die feuchtfröhliche Weihnachtsfeier. Es geht um Zusammenhalt und darum, Vertrauen zu stärken,  auch der Umgang mit Konflikten zählt dazu. Die Menschen wollen sich als Teil des Ganzen fühlen. Überall, wo Menschen zusammen leben und arbeiten, gibt es unterschiedliche Meinungen: daher bündeln wir die Kräfte und binden die Menschen ein: denn es kommt auf das Denken und Handeln jedes einzelnen an. Darauf, dass wir kooperieren.

Ali Mahlodji schreibt in seinem Work Report 2019: „Wir brauchen das Wissen aller Generationen. Die Arbeit wird auch zukünftig nicht weniger. Die Komplexität nimmt zu.“

In vielen meiner Workshops und Inhouse-Trainings spielt die Komplexität im Zusammenhang mit Unternehmenskultur eine große Rolle. Laut Work Report und Zukunftsinstitut wird das ein entscheidender Wettbewerbsfaktor bleiben. Unternehmenskultur ist ein sehr inflationäres Wort geworden. Für mich ist Kultur die Art, wie wir Lösungen entwickeln, wie wir an Dinge herangehen und wie wir als Menschen mit Menschen umgehen.

Was steht der Kooperation noch entgegen?

Starre Hierarchien forcieren „Dienst nach Vorschrift“. Im Zeitalter vor der Digitalisierung – in der traditionellen Arbeitswelt – konnten Entscheidungen der Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter noch durch klare Informationen und Anweisungen vorgegeben werden. Heute ist es wichtiger denn je, das Big Picture, das große Ganze zu sehen und den Sinn der eigenen Arbeit zu verstehen. Im Zeitalter der Digitalisierung können Mitarbeiter, die im Verhalten sozialisiert wurden, nicht von heute auf morgen selbstverantwortliche Entscheidungen treffen. Meist sind es vorhandene Ängste um Jobverlust, Statusverlust etc., die der Kommunikation und Zusammenarbeit im Weg stehen.

The Big Picture

Jeder Erfolg basiert auf Zusammenarbeit: Kunden kaufen Produkte und Dienstleistungen von gut aufgestellten Unternehmen.
Wenn Produkte für Kunden nicht mehr wertvoll sind und die Bedürfnisse nicht erfüllt werden, kauft der Kunde woanders. Ein Klick weiter warten andere Anbieter im Netz. Sam Watson hat dies trefflich formuliert: „Customer is Boss“.

Der Markt und unsere Kunden erzeugen eine Komplexität, der wir mit bisherigen Denkweisen und Prozessen nicht mehr gerecht werden können.
Idealerweise arbeiten wir nahe am Kunden und kommunizieren untereinander. Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter in einer Bank, der bisher für Sparbücher zuständig war, berichtet idealerweise an die Immobilienabteilung, was sich der Kunde punkto Wohnen und Eigenheim wünscht. Birgt das jedoch eine Gefahr zB für Fehler bestraft zu werden, wird sich der Mitarbeiter gut überlegen, weitere Informationen an die andere Abteilung weiter zu geben. Es ist von großer Bedeutung, dass alle an einem Strang ziehen und die eigene Leistung in Zusammenhang mit Kunden und Markt erleben können.

Wie stellen wir also Führung, Respekt und Wertschätzung* in ein ausgewogenes Verhältnis, um Kooperation und Zusammenhalt für die besten Ergebnisse zu forcieren? In meinen Trainings setzen wir an drei Ebenen an: der Führung, der Diversität und Kommunikation.

In meinen Trainings machten wir hunderte Male ein interessantes Experiment: ein Team setzt sich in den Sesselkreis und versucht, mit verbundenen Augen herauszufinden, welche zwei Teile in einem System fehlen würden. Welche Form, welche Farbe. Die Kommunikation und die Bedeutung von Führung wird dadurch sofort als das erlebt, was der eigentliche Zweck ist: das Ergebnis.
Bilder aus dem Training von Sandra Thaler

* Die Frage, was Zusammenarbeit in einer komplexen Welt braucht, wird jedes Mal ähnlich oder sogar ident beantwortet – darüber spreche ich auch in den kommenden Vorträgen & Workshops: per Newsletter bleiben Sie informiert https://sandrathaler.com/

Mit den besten Grüßen
Sandra Thaler

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