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Unternehmensnachfolge

Im Interview zum neuen Buch Unternehmensnachfolge

Mag. Doris Schulz hat mich im Rahmen Ihres Podcasts „Raus aus der Couch“ zu meinem neuen Buch „Erfolgreiche Unternehmensnachfolge – Erfahrungen aus Industrie und Wirtschaft“, das gerade veröffentlicht wurde, in Linz interviewt. 
Ich freue mich über die interessanten Fragen und den spannenden Austausch.

Lesen Sie hier einen kurzen Textauszug aus diesem Interview.

Doris Schulz: „Sie beschäftigen schon sehr lange mit dem Thema Betriebsübergabe und leiten als Juristin und Wirtschaftsmediatorin seit 2004 erfolgreiche Nachfolge- und Mediationsprojekte.
Wie kann man sich Ihre Unterstützung bei einer Unternehmensnachfolge vorstellen?“

Sandra Thaler: „Die Unternehmensnachfolge ist einer der wichtigsten Themen an unserem Wirtschaftsstandort. Sie wird leider unterschätzt.
Wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Unternehmen in ganz Mitteleuropa zu rund 90 Prozent familiengeführt sind und dass es hier um zigtausende Arbeitsplätze geht und um Standortsicherung.

Wenn ein Unternehmen erfolgreich weitergeführt wird – und ich hab mir selbst die Unternehmen zum Vorbild genommen, die über einen langen Zeitraum hinweg erfolgreich sind – bedeutet das, die junge Generation auch zu begeistern, denn die Anforderungen sind andere und die Ansprüche sind andere geworden.

Daher ist es mir ein großes Anliegen, die Unternehmensnachfolge im neuen Buch aufzuzeigen, mit den Auswirkungen, die sie eben hat und um Inspiration für die Unternehmensentwicklung, damit dieser Meilenstein gelingt. Hier arbeiten wir in fünf Schritten, die für den Erfolg der Unternehmensnachfolge entscheidend sind:

Ausschlaggebend ist einmal die Frage: „Wer führt das Unternehmen weiter?“ Den passenden Nachfolger zu finden – ob M&A oder familieninterne Nachfolge.
Zweitens: den richtigen Zeitpunkt dafür zu wählen.
Wir haben durch Corona natürlich andere Bedingungen, insbesondere, wenn ein Unternehmen verkauft werden soll. Drittens spielen natürlich die weichenden Erben eine wesentliche Rolle, das ist teilweise eine Finanzierungsfrage und es ist wichtig, sie mit Fingerspitzengefühl in den Prozess einzubinden.

Im vierten Schritt folgt das neue Unternehmenskonzept. Und ich hab das in den letzten Jahren miterlebt, es ist durch die Digitalisierung eine ganz große Chance, sich neu aufzustellen. Und letztlich der fünfte Meilenstein in der Unternehmensnachfolge sind tragfähige Verträge und Vereinbarungen. Hier gibts vieles, das in der Vorbereitung wichtig ist, daher gibt es auch einen Onlinekurs „Erfolgreiche Nachfolge“ den wir für die Vorbereitung auf die Unternehmensnachfolge entwickelt haben.

Im vergangenen Jahr habe ich rund 30 Vorträge für rund 2000 Menschen zum Thema in Österreich, Deutschland und Südtirol gehalten und so in den Gesprächen danach und zusammen mit den Erfahrungen in meiner Praxis viel Stoff gesammelt – und das finden Sie mit den Erfahrungsberichten und Praxisbeispielen, Interviews, Checklisten und fünf Kernelementen in der neuen Lektüre.“

Buchcover: Erfolgreiche Unternehmensnachfolge - Sandra Thaler

Wo ist das Buch erhältlich?

Das Buch ist überall im Handel erhältlich und auch im Onlinehandel bestellbar, Preis: € 19,90

Konstruktive Lösungsansätze, um Unternehmenskontinuität zu gewährleisten, werden in dieser spannenden und informativen Lektüre aufgezeigt.“

Dr. Christoph Leitl, Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer

 
Titelbild: Mag. Doris Schulz
Quelle: Podcast (im Orginial) „Raus aus der Couch“ 

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Arbeitswelt Konfliktmangement Krisenmanagement Unternehmensnachfolge

Erfolgsfaktor Kommunikation in der Krise

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Wirtschaftsmediation und mediative Tools stellen den professionellen Umgang mit Krisen- und Konfliktsituationen sicher. Im Beitrag sind Auszüge aus aktuellen Keynote und Webinarprogrammen  und Impulse für ein kooperativeres Handeln & Kommunizieren. Viel Freude beim Lesen!
Herzlich Sandra Thaler

Was macht die Krise mit den Menschen?

Die Rahmenbedingungen verändern sich ständig. Wir können nicht – und schon gar nicht über einen längeren Zeitraum hinweg – fix wissen, wie es kommen wird.
Das sieht zum Beispiel für ein Logistikunternehmen so aus, wie ein Kunde beschreibt: „Logistikpläne lassen sich normalerweise gut erstellen, auch in die Zukunft, mit Abweichungen, eine gewisse Sicherheit ist da.
Doch was jetzt passiert, macht die Situation sehr komplex: Grenzen werden über Nacht geschlossen, in unterschliedlichen Ländern herrschen unterschiedliche Regelungen, Verordnungen und Gesetze, in einer Geschwindigkeit, die sich im Wochenrythmus ändern können. D.h. ich kann nicht im Herbst für das nächste oder übernächste Jahr planen, sondern für die nächsten 2-4 Wochen, kurzfristig kann sich vieles ändern“.

In nahezu allen Branchen scheinen Sicherheiten zu verschwinden. Veränderung macht Angst. Und Angst wiederum lässt Spannung entstehen und das führt dazu, dass Konflikte und Interessenskollisionen vermehrt auftreten. „Gesundheit versus Geschäft“. Vieles gelingt dennoch und die Menschen haben sich mittlerweile an die Auflagen und Einschränkungen gewöhnt.

„Dennoch ist Angst spürbar, der Ton schärfer, die Maßnahmen drastischer, die Menschen distanzierter.

Was können wir daher tun, um uns gut in der stürmischen Zeit aufzustellen?

📌 Der erste Schritt ist, der Angst offensiv zu begegnen.
Zum Beispiel dadurch, dass wir den Umgang mit komplexen und nicht planbaren Situationen noch besser lernen. Komplexität entsteht nicht erst durch die Covid19-Krise: Sie wird befeuert durch die Digitalisierung, das Internet, schnelllebige Informationen zu Konsumenten, Die Reaktionszeit wird immer kürzer auf die Interaktionen.

Bedenke: Kunden erleben eine enorme Angebotsvielfalt und eine hohe Dynamik am Markt. Aus dem heraus entsteht wiederum Komplexität für jedes Unternehmen. Daher müssen Unternehmen schneller auf Veränderungen re/agieren. Das wiederum beinhaltet, mehr und differenzierter zu kommunizieren.

 ℹ️  Hierarchische und bürokratische Wege spielen eine wesentliche Rolle, wie schnell Kommunikation erfolgt!

Umso wichtiger wird das Zusammenspiel der Kräfte innerhalb der Organisationen und innerhalb von Netzwerken. Mehr denn je kommt es jetzt auf Kooperation und gelebte Win-Win-Strategien an. Kompetenzen und Skills sind trainierbar.

📌 Resilienz stärken
Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit. Es ist die Fähigkeit, Rückschläge zu verkraften.
Es kommt dabei auf innere Schutzfaktoren wie zum Beispiel innere Haltungen, Überzeugungen, Verhaltensstrategien und positive Erfahrungen der eigenen Selbstwirksamkeit an. Zu den äußeren Schutzfaktoren zählen Freundschaften, Beziehungen und eine Resilienz fördernde Umgebung und wertschätzende Unternehmenskultur.

Zu Resilienzfaktoren zählen

  • Akzeptanz der Situation
  • Optimismus
  • Lösungsorientierung
  • Verantwortung übernehmen können
  • Beziehungen und Netzwerke
  • Zukunftsorientierung
  • Sich selbst motivieren können, mit sich selbst gut umgehen können

Resilienz ist ein Muskel. Resiliente Menschen sind kritikfähiger und daher konfliktfähiger. Er braucht Training. „Es ist diese tägliche Kommunikation,

die Resilienz entstehen und wachsen lässt. Die Qualität unserer Kommunikation

von Minute zu Minute, von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag und über alle Arten von Situationen hinweg“. Siehe Brooks/Goldstein, 2009: S. 64

🗝 Selbstreflexion ist ein Schlüssel zur Resilienz. Zu verstehen, was eigentlich im Alltag passiert, welche Dynamiken ablaufen, wie sich die anderen verhalten, welche Rolle ich dabei einnehme und wie ich meine Macht beanspruche etc.
Beobachten Sie dazu einmal Ihre Selbstgespräche.

🖊 Übung: Stell dir vor, dein Handy zeichnet einen ganzen Tag lang deine Gedanken auf und am Abend hörst du, was du tagsüber gedacht hast – wie du mit dir selbst sprichst. Positiv, negativ, ausgeglichen?

Ein negatives Selbstgespräch enthält normalerweise einen dieser Gedanken:

  1. Verallgemeinerung: ich bin schon zweimal enttäuscht worden – die Leute werden mich immer wieder enttäuschen.
  2. Vorschnelle Schlussfolgerungen: „er/sie ruft nicht zurück, ich glaube, er/sie mag mich nicht“
  3. Selbstbeschuldigung: „das hätte ich anders machen sollen, ich bin ein schlechter…“

Dieses Denken demotiviert und drückt nach unten. In der Kommunikation drückt es in eine Opferrolle oder aufgrund der Wut in eine angreifende Rolle.

ℹ️ Positive Selbstgespräche zeichnen sich dadurch aus, dass sie negative Denkmuster durchbrechen. Es geht nicht darum, sich selbst davon u überzeugen, dass das Leben großartig ist, sondern sich von einem Kreislauf negativen Denkens zu befreien.

Statt zu sagen: „Das schaffen wir nie“, frag stattdessen 
💡 „Was kann ich tun, um es zu schaffen?“ Das schwingt auch für die anderen positiv mit, entspannt, schafft Vertrauen und motiviert.

Selbstgespräche erfüllen zwei verschiedene Funktionen:
Sich fokussieren und zu motivieren.

🖊 Weitere Übungen und Beispiele finden Sie in der Webinarreihe „Kommunikation in der Arbeitswelt 4.0“.

Was kann jeder Einzelne für die eigene Resilienz tun?
Sehr viel. Die eigenen Leistungsgrenzen akzeptieren, realistische Zielvorgaben setzen, optimistisch bleiben, dass diese Krise auch wieder vorbei geht. Probleme als solche erkennen und zugleich lösungsorientiert handeln.
Fehler zulassen, denn sie gehören zum Lernprozess dazu. Nicht auf den „St.-Nimmerleinstag“ warten, Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen, sich weiterbilden, aktiv die Zukunft gestalten  und gut für sich selbst sorgen, inklusive gut gewählten Auszeiten.

Was können Unternehmen & Arbeitgeber tun?
Mit realistische Ziel- und Leistungsvorgaben arbeiten, einen wertschätzenden und freundlichen Umgangston kultivieren.

Den Menschen Raum für eigene Ideen und Kreativität geben, eine konstruktive Fehler-und Lernkultur pflegen, ausreichend für Pausen und Regenerations-Phasen sorgen, uvam.

Was können Sie in Konfliktsituationen tun?

Die Opferrolle/Retterrolle/Angreiferrolle verlassen Regisseur/in sein und gestalten, Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen , den notwendigen Preis dafür zahlen und wieder ins Handeln kommen

📌KOOPERATIVER WERDEN
Kooperation ist kein Selbstläufer und braucht Struktur.
Mit dem Harvard-Konzept verhandeln wir kooperativer. Es ist eine Gesprächsmethode, um sachbezogen zu verhandeln und dabei die Qualität der Beziehungsebene zu behalten oder zu verbessern.
Sie führt über den Kompromiss hinweg zur sogenannten „Win-Win-Lösung“, was bedeutet, dass alle Beteiligten im Ergebnis einen Vorteil sehen und auch tatsächlich haben.

 Als Wirtschaftsmediatorin erlebe ich es vielfach, dass unterschiedliche Positionen in einer Verhandlungssituation dann in ein zufriedenstellendes Ergebnis münden können, wenn die Verhandler nicht in ihren starren Positionen verharren. Sobald sie sich auf das Interesse konzentrieren und davon ausgehen, dass mehrere Lösungsmöglichkeiten existieren, die es zu finden gilt, kommt es zum sog. Shift in Verhandlungen.

ℹ️ Wenn wir uns diplomatisch verhalten, dh innerlich auf Distanz zum Geschehen gehen und Kooperationsbereitschaft, signalisieren können, im Sinne von „Ich weiß, was ich will, kenne meine Ziele und bleibe dabei freundlich, verständnisvoll und am anderen interessiert“, lassen sich Blockaden und Hindernisse weitgehend vermeiden und neue Chancen tun sich auf.

Das lässt sich an einem Beispiel erklären:

A ist für Projekt X. B ist für Projekt Y. In der Verhandlung um die unterschiedlichen Positionenen gibt es anfangs nur ein „Entweder-Oder“.
Nach dem Harvard-Konzept stellen wir die Frage ganz anders: „Warum/Wozu setzt sich A für das Projekt X. ein?“ „Was will A mit Projekt X. erreichen?“ und genauso die Frage bei B mit dem Projekt Y. Dadurch gelangen wir zu den Interessen und zu den Bedürfnissen. Dadurch wird das Projektthema verhandelbar und beide einigen sich auf eine gemeinsame Vorgangsweise: 💡 Projekt B mit Elementen aus A.

📌 Negative Dynamiken auflösen können

In heiklen Kommunikations-Situationen kommt es häufig zu Spannungen. Anstatt in Richtung Lösungsfindung zu arbeiten, verläuft man sich in einem mühsamen „Spiel“ voller Vorwürfe, Anschuldigungen, Entwertungen etc.

Ein Beispiel: In einem Meeting soll ein Projekt ausgewählt werden. A beschuldigt B, nicht ordentlich gearbeitet zu haben. C will B beschützen und verteidigt B, greift A an.

Es entsteht eine Dynamik von drei Rollen:

  1. Der Verfolger fühlt sich überlegen, weiß genau wo es langgeht und tritt mit dieser selbstbewussten Haltung dem „Opfer“ entgegen. Sein Verhalten ist die Einladung an andere, in die Opferrolle zu gehen.
  1. Das Opfer geht auf die Einladung des Verfolgers ein, fühlt sich ungerecht behandelt, herabgesetzt und hilflos gegenüber den Angriffen. Entweder geht man nun trotzig zum Gegenangriff über (und wird damit selbst zum Verfolger) oder man sucht nach einem „Retter“, der aus der unangenehmen Situation heraus hilft.
  2. Der Retter spielt nun mit, indem er beispielsweise dem „Opfer“ gute Ratschläge gibt, was zu tun sei – oft reagiert das Opfer auf diese Bevormundung so, dass es den Retter angreift. „Hab ich alles schon probiert und nützt nichts, Du bist auch keine Hilfe“ etc und damit zum Verfolger wird. Oder der Retter stellt den Verfolger zur Rede – was den Verfolger oft dazu anspornt, das Opfer verstärkt anzugreifen. Und so weiter… Dieses Spiel kann sehr lange dauern. Konkret dauert es so lange, bis einer aus der Rolle aussteigt!

💡 Die Lösung ist der Ausstieg aus der destruktiven Dynamik durch

1. ERKENNEN was in der Situation gerade abläuft.

Am besten gelingt das durch Beobachten und dem Ausdruck von realen Emotionen.
Wie erlebe ich die Situation? Worum geht es mir hier? – diese Fragen sind nützlich und setze ich auch im Coaching ein.

2.VERANTWORTUNG übernehmen – eine vernünftige, handlungsorientierte Lösungsfindung in Gang bringen! Nicht darauf warten, dass der oder die andere das Problem löst…sondern jede/r packt an!

3.GRENZEN setzen: ich setze klare Grenzen und stelle konkrete Forderungen und Fragen!

🖊 Meine Frage an Sie, liebe Leser: „Wo sind Sie aus negativen Dynamiken ausgestiegen, wo sind sie in solche noch verstrickt?“ Schreiben Sie mir gerne an: office@sandrathaler.com
Klar ist: Je früher Sie aus negativen Dynamiken aussteigen, desto besser. Training dazu: Verhaltensmöglichkeiten/Statusveränderungen.

📌 Am Puls der Zeit bleiben – Praxisbeispiele

HOMEOFFICE
Vor Corona bedeutete Homeoffice die Möglichkeit, einzelne Tage von zu Hause aus zu arbeiten. Viele Unternehmen boten das ihren Führungskräften und Mitarbeitern an. Die Betonung liegt hier auf „einzelne Tage“ und vor allem auf Basis der Freiwilligkeit und auf Wunsch durch den Mitarbeiter. Seit Anfang März sind gesamte Teams und Abteilungen über einen längeren Zeitraum dezentral aufgesplittet und jeder einzelne Mitarbeiter soll von zu Hause die eigene Arbeit erledigen. Führungskräfte haben mittlerweile viel Erfahrung damit. „Ich habe meinen Chef mit einem neuen Digitalprodukt überrascht“, erzählt mir eine Coachingkundin aus Wien. Sie hat während des Lockdowns programmiert und designt. Mit dem Digitalprodukt erzielt das Unternehmen mittlerweile fast so viel Umsatz wie mit einem anderen Produkt, dessen Nachfrage durch Covid19 eingebrochenen ist.

UNTERNEHMENSNACHFOLGE
Ein Jungunternehmer, der ein Traditionshaus übernimmt, sieht die Veränderungen so: Wir bauen die Kundenaquise komplett digital auf und wir gewinnen Kunden am digitalen Wege. Wir richten unsere Projektplanung neu aus. Früher waren es zum Beispiel vier Aufträge um 200.000 Euro, jetzt sind es 25 Aufträge um 25.000 Euro. Es ist eine ganz andere Auftragslage als früher und andere Methoden zur Kundengewinnung, natürlich digital. Es gibt viel Angebot am Markt mit Online-Plattformen und vielen Freelancern. Es gilt, einen Mittelweg zu finden, man muss effizient sein und darf sich nicht unter Marktwert verkaufen

Jede Unternehmensidee braucht ihr zeitgemäßes Gefäß

📌 Wie kommen wir gemeinsam  schneller und vor allem reibungsfreier zu neuen Ideen & Lösungen? Die neue Webinarreihe „Kommunikation in Arbeitswelt 4.0“

NEW BOOK: +++Im September erscheint das neue Buch „Erfolgreiche Unternehmensnachfolge“, von Mag. Sandra Thaler.  Mit zahlreichen Methoden zur Konfliktlösung und konstruktiver Kommunikation. Mit Checklisten, Fallbeispielen, Interviews, 117 Seiten. Jetzt vorbestellbar.

Tipp: Weitere interessante Impulse zu Kommunikation in der Krisenzeiten lesen Sie im HR/Cafe von heidlmair kommunikation.

Podcast Interview mit Sandra Thaler für Mag. Doris Schulz, Raus aus der Couch 🎧 

Schreiben Sie mir, kontaktieren Sie uns! Wir freuen uns 
Ihre 
Wirtschaftsmediatorin Mag Sandra Thaler

 

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Mag. Sandra Thaler ist Wirtschaftsmediatorin, Juristin und Business Coach seit 2004

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Unternehmensnachfolge

Vorbereitung auf die Unternehmensnachfolge

Liebe Leserin, lieber Leser!

Die rechtzeitige Vorbereitung auf die Unternehmensnachfolge beginnt im Idealfall einige Jahre zuvor. Es gibt für diesen Veränderungsprozess kein Patentrezept. Kürzlich wurde ich in einem Interview für die Oberösterreichischen Nachrichten gefragt, welche häufige Gründe für das Scheitern der Unternehmensnachfolge verantwortlich sind. Link zum Interview.

Laut Statistiken scheitert jede dritte Unternehmensnachfolge.
Um die Zukunft des Unternehmens und damit wertvolle Arbeitsplätze zu sichern, braucht es rechtzeitige Vorbereitung und erfahrene Partner. Vermeiden Sie die häufigsten Fehler:

#1 Die Nachfolgefrage zu spät stellen
Idealerweise beginnt die Vorbereitung zwei bis fünf Jahre vor Übergabe. Neben dem operativen Tagesgeschäft sehen Sie auch Markt- und Branchentrends . Anstatt  bei Investitionen zu sparen, schmücken Sie „die Braut für den Verkauf“.

#2 Alles in einer Hand halten
Wenn ein Unternehmer alles verantwortet, die Geschäftsführung, Innovation, Vertrieb, Kundenbetreuung ua, birgt das ein hohes Risiko, sowohl bei einer familieninternen Übergabe, als auch für potentielle Käufer. Es gilt, Wissen frühzeitig zu dokumentieren, weiterzugeben und Kompetenzträger aufzubauen.

#3 Interessenskonflikte zwischen den Eigentümern und Beteiligten
Über das Thema Übergabe wird tendenziell wenig, spät oder gar nicht gesprochen. Unklarheiten führen zu Missverständnissen und Ängsten. Fairness ist verhandelbar. Mediative Moderationsmethoden sparen Zeit, Nerven und Kosten. Ziel ist die Lösung des Spannungsfeldes vor der Übernahme, um einen starken Start der nächsten Generation zu ermöglichen.

#4 Unrealistische Preisvorstellungen
Beim Unternehmensverkauf wird der emotionale Wert mitberechnet. Relevant sind objektive Bewertungskriterien. Bei der firmeninternen Übergabe sind Abfindungen für weichende Erben ein sensibles Thema. Nützen Sie die mediative Verhandlungskompetenz, um einen tragfähigen Konsens zu finden.

#5 Fehlende Finanzierbarkeit und rechtliche Fallstricke
Die Finanzierbarkeit an Privatpersonen scheitern am fehlenden Eigenkapital, um Firmenanteile zu kaufen. Klären Sie im Vorfeld, wieviel Eigenkapital der Käufer mitbringen muss, bevor Sie in Verhandlungen treten. Auch Vorkaufsrechte, verbleibende Gesellschafterrechte etc. sollten im Vorfeld abgeklärt werden.

#6 Intransparenz am Nachfolgemarkt und fehlende Begleitung
Im direkten Beziehungsnetz lässt sich nicht immer ein passender Nachfolger finden.
Mein Tipp: Eine passende Alternative zu diversen Datenbanken bieten Nachfolge-Consultants mit Ihrem auf erfolgreicher Erfahrung gewachsenen Expertennetzwerk.
Und: die Nachfolge nicht als Stichtagsereignis, sondern als Prozess verstehen und rechtzeitig Beratung, Coaching und Mediation hinzuziehen.

Mag. Sandra Thaler ist Nachfolge-Consultant, Wirtschaftsmediatorin und Business Coach seit 2004.

Das nächste Nachfolge-Seminar findet am 23. April 2020 in Wien statt. Alle Infos & Anmeldung Link hier
Schreiben Sie gerne Ihre Fragen, Meinungen und Anregungen an: office@sandrathaler.com

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